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Diese Plakatserie beschäftigt sich mit dem Thema Migration und daraus hervorgehend mit Identität und Klischees. Identitäten sind hochkomplex, Klischees hingegen arbeiten mit Vereinfachung. Immer mehr Leute haben eine Patchwork-Identität, der andere Menschen leider allzu oft mit Vorurteilen begegnen.
Zur Verbildlichung dieser Problematik haben wir im Siebdruck Verfahren Portraits von bekannten Persönlichkeiten erstellt, die einen Migrations-Hintergrund haben. Wie bei bestimmten Kinderbüchern oder Phantombildkatalogen sind die Gesichter in waagerechte Streifen geschnitten, so daß sie sich in immer neuen Variationen zusammensetzen lassen. Außerdem gibt es eine Reihe von Worten (Städte, Namen, Religionen, Vorurteile, …), mit denen sich die einzelnen Gesichtspartien austauschen lassen, damit Identitäts-Collagen entstehen.
Unsere “Identikit”-Serie gibt keine Antworten. Vielmehr muß sich der Betrachter mit unseren Kombinationen und seinen Assoziationen auseinandersetzen und kann dabei seine eigenen Klischeebilder erkunden.
Bisher sind Portraits enthalten von: Arnold Schwarzenegger, Nicolas Sarkozy, Barack Obama, Roberto Blanco, Lucy Liu, Jasmin Tabatabai, Salma Hayek, Zinédine Zidane, Susianna Kentikian, Isabelle Adjani, Fatih Akin.
Im Katalog zur Ausstellung “Help! – Soziale Appelle im Plakat” (Museum für Gestaltung, Zürich 2009) schreiben Sønke Gau und Katharina Schlieben über die Strategie unserer Identikit-Plakate:
“Durch die Montage verschiedener (auch gender-konnotierter) Porträtabschnitte und Textfragmente «New York – Vladimir – Arbeitslos» in einem Siebruckverfahren wird einer oberflächlich identitären Vorstellung einer Subjektkonstruktion widersprochen. Manche Ausschnitte bieten Identifikationsmöglichkeiten an, andere nicht, was dazu führt, dass Identifikationsphantasmen befragt werden müssen.”
Bei Interesse an Originalarbeiten aus der Identikit-Serie (auf Holz, Leinwand oder Papier) bitte einfach an uns schreiben!



















